Wie funktioniert die Eingewöhnung in der Krabbelstube?

Die Eingewöhnungszeit in der Krabbelstube wird individuell gestaltet, weil jede Trennungssituation zwischen Kindern und Eltern unterschiedlich verläuft. Sie beträgt mindestens 4-6 Wochen.

Geschützte Kontaktaufnahme in der ersten Woche

In der ersten Woche bleibt ein Elternteil täglich 1 Stunde mit dem Kind in der Gruppe. Vater/Mutter nehmen mit dem Kind zusammen Kontakt zu den anderen Kindern und den Erzieherinnen auf. Damit eine Loslösung von den Eltern und eine Annäherung zur Erzieherin stattfinden können, sollte sich das Elternteil am Spielgeschehen nicht beteiligen. In dieser Zeit bauen wir behutsam eine Bindung zu Ihrem Kind auf, so dass es Vertrauen zu uns entwickeln kann und ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit spürt. Es bleibt Zeit um gegenseitig offene Fragen zu beantworten. So kann auch das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Erzieherinnen wachsen.

Erste Trennung im Verlauf der zweiten Woche

Im Verlauf der zweiten Woche findet die erste Trennung statt und die begleitende Bezugsperson kann den Gruppenraum für eine kurze Zeit verlassen. Beim Verlassen der Gruppe ist es wichtig, sich vom Kind zu verabschieden.

Diese Trennung ist eine sensible Situation für alle. Die Kinder spüren eventuelle Ängste und Unsicherheiten. Wir versuchen den Abschied individuell zu erleichtern. Gerade in den ersten Tagen ist es wichtig, dass Eltern in der Nähe sind. Die Eltern halten sich dann im Personalraum auf und bekommen Rückmeldung, wie es ihrem Kind geht.

Mit zunehmendem Wohlbefinden des Kindes wird die Zeit des Aufenthaltes in der Gruppe ausgedehnt. Das beinhaltet das Frühstück, Mittagessen und die Schlafsituation.

Essen und Schlafen in der Krabbelstube

Das Schlafengehen ist ebenfalls eine sensible Situation. Die Kinder werden, wenn sie die Essenssituation kennen, langsam und sehr behutsam an ihr Bett gewöhnt und die ersten Tage direkt nach dem Schlafen abgeholt.

Wird sich für diese Zeit viel Ruhe gelassen und die Kinder haben sich an die neue Situation gewöhnt, ist die Eingewöhnungszeit abgeschlossen.

Krankheit während der Eingewöhnung

Sollte jedoch ein Kind in dieser Zeit erkranken und mehrere Tage fehlen, kann es sein, dass sich die Eingewöhnungszeit verlängert. Sprechen Sie dies mit Ihrem Arbeitgeber ab, damit kein Druck entsteht.